23. April 2011 .... Das erste freie Driften

Als wir um 7.20h auf den Platz kamen, waren schon einige am Platz. Anmelden, Startnummer aufkleben, Fahrer Besprechung...

Nach und nach trafen immer mehr Autos ein. Ich habe noch nie so viele BMWs und Nissans auf einem Haufen gesehen. Tom musste sofort den Skyline inspizieren.

Die BMWs wurden ausgeräumt, kein unnötiges Gewicht und keinen nervig herumfliegenden Sachen im Auto!

Es gesellte sich einen weitere "Dönerbude" mit zwei Fahrern aus Basel Land zu uns mit denen wir uns gut unterhielten.

So lernt man den Bauer mit seinem Trecker lieben!Los geht's.... Dimi und Jörg waren auch mit von der Partie.

Ich hatte es erstaunlich gut im Griff und schon auf der ersten Runde die ersten Drifts hingelegt... Es ging von Turn zu Turn besser und ich hatte riesen Spass.

Als ich später längere Zeit hinter Jörg fuhr, habe ich sehr viel gelernt, in dem ich seine Linie nach driftete... bis es mich irgendwann wieder drehte ;-)

Der Duft der gequälten Reifen lag den ganzen Tag in der Luft... und auch neben der Piste!

Der Exot war in meinen Augen der Volvo. So was würde man dem Fahrzeug nicht zutrauen.

Gegen den späteren Nachmittag liess bei allen so langsam die Konzentration nach. Auch bei mir. Zudem scheuerte die original Gurte an meiner Schulter und ich hatte beinahe schon Schwielen an den Händen.

Langsam wurden wieder die Räder gewechselt und zusammen gepackt... und sich fürs nächste freie Driften im Juli angemeldet.... FREITAG & SAMSTAG :-)

Dafür muss ich mich aber etwas Fit machen. Ich war fix und fertig und spürte bereits am Abend jeden Muskel.

Die BMWs waren brav und zum Schluss total verdreckt mit Gummiabriebwasser.

Deshalb fuhren wir am Sonntag morgen nach der Heimfahrt gleich die Waschanlage an... Wirklich sauber wurden sie nicht. Das Zeug bekommt man kaum mehr runter.

Geil war 's!!!!

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Wir fuhren bereits am Freitag nach Neuhausen ob Eck. Zur Vorbereitung wurden vor dem Hotel die bald 20 jährigen abgelatschten Sommerreifen von Toms BMW montiert.

Am Abend assen wir in der Pizzeria, wo noch andere Drifter zu uns stiessen. Da wir am Samstag um 6.00h aufstehen mussten (durften ;-)) gingen wir nicht zu spät schlafen.

30. Juni BMWs Aufrüsten... KW Fahrwerk Einbau

Mitte Juli ist wieder Driften angesagt und so müssen die BMWs ein rechtes Fahrwerk haben. Mit einer Wankelkiste macht es einfach nicht wirklich fun.

Also KW Fahrwerk Inoxline Variante 1 sowie M3 Domlager vorne, Z3 hinten sowie neue Schrauben und Verstärkungen. Natürlich in doppelter Ausführung.

Eingebaut habe ich die Fahrwerke bei Thomas Brunner, zusammen mit seinem neuen "Büezer" Daniel. Gut, dass er bei BMW gelernt hat und selber E36 gefahren ist. Mit "Synchron-Schrauben" war nicht viel, denn meistens wurden 4 Hände pro Auto gebraucht.

Die Driftspuren im Innenkotflügel, vor allem bei meinem sehr ausgeprägt, habe ich gleich grundiert und dann wieder mit Unterbodenschutz versiegelt. Mit dem neuen Fahrwerk sollte das hoffentlich nicht mehr passieren.

Die alten Dämpfer waren alle ziemlich fertig.

Eingebaut waren die Fahrwerke innert 3 Stunden. Echt eazy beim E36 :-) Die Einstellung der Höhen des Fahrwerkes beanspruchte nochmals 2 Stunden. Zudem stellte ich mit erschrecken fest, dass ich mit den Originalfelgen (ET 47!) gerade mal einen Millimeter zwischen Verstellring und Reifen habe. Also habe ich noch 10mm Distanzscheiben bestellt.

16./17. Juli 2011 .... Driften mit Gewalt :-(

Voller Zuversicht fuhren wir zu unserem 2. freien Driften. Wir haben die Lenkgeometrie noch bei Pfyl in Rüti machen lassen und hofften, die BMWs schmieren nun wie auf Öl.
Die Autos Untersteuerten schlimmer als ein Frontkratzer und man musste pure Gewalt anwenden und einen scheuen Drift hin zu kriegen. Wir zweifelten bereits an unserem Talent.
Tags darauf versuchte Florian Seibold mit Toms BMW zu driften und er meinte es sei eine absolute Katastrophe. Wahrscheinlich läge es an den Reifen... da ja beide nicht recht gingen.
Als wir am Samstag vor der Heimfahrt Toms Räder wechselten sah Tom, dass sein Fahrwerk auf der einen Seite voll unten war und auf der anderen nur ca 3 cm. Der Lenkgeometrie-Heini hat die Einstellung völlig versaut. Bei meinem war vorne am einen Rad ein Sturz von 1,7" und am Anderen 2,5" ... der hat keine Schraube angerührt der Abzocker!
Am Freitag Abend haben wir mit den Florians, mit Dimi, Jörg, Hans-Jürgen und dem rest des harten Kerns das Abendessen genossen und wenigstens dort viel gelacht.

20. Juli bis 19. August... arbeiten am BMW und MFK

Es gab neue Bremsen vorne, neue Bremsen hinten, inklusive neue Bremsbacken für die Handbremse. Alles selber gemacht und sogar selber eingestellt. Welche Freude auf dem Bremsprüfstand als ich sah dass die Handbremse OK ist :-)
Dann musste ich die Kardanwelle nochmals abbauen, da es wieder siffte am Getriebe. Diesmal zwischen Flansch und Hardy-Scheibe. Der Depp der das Getriebe gewechselt hat hat den Flansch vom originalen genommen und nicht vom ZF. Thomas Brunner half mir den Simmerring nochmals zu erneuern und wir entfernten ein Abdeckblech am Flansch. Nun passt es und ist auch dicht.

Um eine gescheite Einstellung von Spur und Sturz zu bekommen, schickten wir Thomas Brunner zum Lenkgeometrie einstellen. Leider ist es so: entweder man macht es selber oder man steht daneben und kontrolliert. Thomas hat gut kontrolliert :-)

Zwischendurch lernte ich noch Reifen aufziehen und Auswuchten. So konnte ich uralte Sommerreifen (2001) und die von mir auf Ricardo ersteigerten abgelatschten Winterräder auf Alufelgen (1999) fürs Driften richten.

Am 19. führte Thomas meinen BMW noch bei der MFK vor und der Experte freute sich einen Drift hinter der Halle zu drehen. Er musste ja schliesslich testen ob die Räder anstehen mit dem neuen Fahrwerk ;-)

20. August ... keinen Zweifel mehr am Talent ;-)

Am Freitag dem 19. um halb Zwei noch schnell den Fahrzeugausweis in Kaltbrunn abgeholt und ab nach Neuhausen. Wir fuhren zur Strecke um die Räder zu wechseln und ab zu fragen wo man sich trifft am Abend. So assen wir wieder mit der coolen Truppe im Schuhfranz wo wir auch geschlafen haben. Die Betten waren so übel, dass am nächsten morgen der Rücken brutal schmerzte. War also das erste und letzte Mal ;-(

Am Samstag dann die wahre Freude. Flo hat uns in die Advanced 2 Gruppe heraufgestuft und Dank optimal eingestelltem Fahrwerk und guten Uraltreifen flutsche es nur so über den Driftkurs. Da vergass man sogar die penetrante Hitze die einem bachnass aus dem Auto steigen liess.

Eine wahre Freude !!! :-)